Das Affolter-Konzept und das St. Galler Modell

Affolter Konstanz

Hierbei handelt es sich um ein Therapiekonzept für neurologisch bedingte Wahrnehmungsstörungen wie Neglekt, Pushen, Apraxie, sowie zentral bedingte Sehstörungen (Hemianopsie).

 

Die wichtigsten Wahrnehmungsebenen sind bei Affolter nicht Hören oder Sehen, sondern Propriozeption (Eigenwahrnehmung) und der Tastsinn zur Wahrnehmung der Umwelt. Wahrnehmungsstörungen erschweren das Handeln im Alltag, sie werden also hier besonders sichtbar.

 

Daraus ergibt sich der Therapieansatz dieser Behandlungsmethode: Die Therapie erfolgt vorwiegend bei Aktivitäten des täglichen Lebens wie Essen, Waschen oder Anziehen. Der Patient wird bei diesen Aktivitäten mehr oder weniger intensiv geführt, mit dem Ziel wieder mehr Arbeitssequenzen selbständig ausführen zu können. Patienten, die aufgrund einer Apraxie z.B. beim Anziehen auf Hilfe angewiesen waren, können so immer mehr Handlungssequenzen selbständig übernehmen.